Grasshopper
Das ultimative Rezept & seine Geschichte
Der Grasshopper ist ein cremiger After-Dinner-Drink mit Brandy, weißer Kakaocreme, Crème de Menthe und Sahne. Er gehört zu den Dessert-Cocktails und bringt Aromen von Schokolade, Minze und Creme ins Glas.
Geschmacklich ist der Grasshopper süß, kühl, cremig und deutlich schokoladig-minzig. Auf Events sieht man ihn nicht so häufig wie klassische Sours oder Longdrinks. Wenn er aber auf der Karte steht, fällt er durch seinen Look sofort auf und wird gerade nach einem Dinner gerne bestellt.
Barkeeper talk
Aus Barkeeper-Sicht ist der Grasshopper ein schöner Dinner-Drink, weil er optisch stark funktioniert und sich geschmacklich klar von frischen, zitrischen Cocktails abhebt. Er ist kein typischer High-Volume-Drink für jede Veranstaltung, aber genau dadurch wirkt er besonders, wenn er passend eingesetzt wird.
Die Zubereitung selbst ist einfach: Die Mengen sind klar, die Technik ist unkompliziert, und der Drink lässt sich zuverlässig shaken. Etwas anstrengend ist nur die Reinigung danach. Durch die Sahne müssen Shaker, Sieb und Arbeitsbereich sauber gespült werden, damit keine Rückstände bleiben und der nächste Drink sauber schmeckt.
Rezept
- 4 cl Brandy
- 2 cl weiße Kakaocreme
- 2 cl Crème de Menthe
- 2 cl Sahne
- Eiswürfel
Ablauf
- Cocktailschale oder Coupette vorkühlen.
- Brandy in den Shaker geben.
- Weiße Kakaocreme und Crème de Menthe dazugeben.
- Sahne hinzufügen.
- Den Shaker mit Eiswürfeln füllen.
- Kräftig shaken, bis der Drink gut gekühlt und cremig ist.
- Fein in das vorgekühlte Glas abseihen.
- Mit Minzblatt oder fein geriebener Schokolade garnieren.
- Shaker und Sieb direkt ausspülen, damit keine Sahnereste antrocknen.
Technik
Beim Grasshopper ist das Shaken entscheidend. Die Sahne muss sich sauber mit den Likören und dem Brandy verbinden, damit der Drink eine cremige, gleichmäßige Textur bekommt. Für den Barablauf ist wichtig, das Equipment direkt nach dem Servieren zu reinigen, weil Sahne Rückstände hinterlässt und sonst die Geschwindigkeit am Tresen bremst.
Schwierigkeit
Der Drink ist technisch nicht kompliziert, aber er braucht sauberes Arbeiten. Zu wenig Shake macht ihn flach, zu viel Verwässerung nimmt ihm die cremige Struktur. Professionell wirkt der Grasshopper, wenn er eiskalt, glatt, sauber abgeseiht und ohne Sahnereste am Glas serviert wird.
Die Geschichte des Grasshopper
Grasshopper Ursprung
Der genaue Ursprung des Grasshopper ist nicht eindeutig belegt. Häufig wird der Drink mit New Orleans und der Bar Tujague’s in Verbindung gebracht. Oft wird angenommen, dass er dort im frühen 20. Jahrhundert entstand, sicher festlegen lässt sich die Entstehung aber nicht.
Erste Erwähnung des Grasshopper
Eine klare erste Erwähnung des Grasshopper lässt sich nicht sicher festlegen. In bekannten Rezeptsammlungen der 1930er-Jahre soll er noch nicht prominent vertreten gewesen sein, während spätere Quellen ihn stärker mit der Barkultur der 1950er-Jahre verbinden.
Wie wurde der Grasshopper bekannt?
Bekannt wurde der Grasshopper vor allem als cremiger Dessert- und After-Dinner-Cocktail. Seine grüne Farbe, die Kombination aus Minze und Schokolade und der weiche Sahnecharakter machten ihn besonders auffällig. Heute ist er kein Drink, der auf jedem Event steht, aber genau deshalb kann er nach einem Dinner sehr gut funktionieren – als süßer, optisch starker Abschluss im Glas.
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