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Martini Cocktail

Das ultimative Rezept & seine Geschichte

Der Martini ist einer der elegantesten Shortdrinks der Barwelt. Klassisch wird er mit Gin und weißem Wermut gemixt, bei FLAIRLAB ist aber auch eine Vodka-Variante möglich – genau diese Richtung kennt man auch stark durch James Bond.

Geschmacklich ist der Martini trocken, klar, stark und sehr direkt. Er ist kein Drink, den jeder Gast sofort leicht trinken kann. Wer ihn kennt, liebt seine Eleganz; wer ihn nur aus Filmen bestellt, ist oft überrascht, wie kräftig und kompromisslos er wirklich ist.

Barkeeper talk

Aus Barkeeper-Sicht passt der Martini perfekt zu James-Bond-Abenden, Casino-Events und eleganten Bar-Setups. Er sieht ikonisch aus, ist schnell erklärt und bringt sofort diesen klassischen Filmbar-Moment ins Glas. Trotzdem ist er ein Drink für erfahrene Trinker: Sehr oft wird er bestellt, weil Gäste den Namen kennen – und dann bleibt er stehen, weil er zu stark oder zu trocken wirkt.

Wichtig ist auch die klare Unterscheidung: Der Martini Cocktail hat nichts direkt mit „Martini“ als Vermouth-Marke zu tun. Viele Nichtkenner verwechseln das. Gemeint ist hier der Cocktail aus Spirituose und trockenem Wermut – nicht einfach ein Glas Martini-Vermouth.

Martini Cocktail: Gin, weißer Wermut, Zitronenschale oder Olive.

Rezept

Ablauf

  1. Martiniglas oder Coupette gut vorkühlen.
  2. Gin und trockenen Wermut in ein Rührglas geben.
  3. Das Rührglas mit Eiswürfeln füllen.
  4. Den Drink kalt rühren, bis er klar und gut gekühlt ist.
  5. In das vorgekühlte Glas abseihen.
  6. Mit Zitronenschale aromatisieren oder mit Olive garnieren.
  7. Für die Vodka-Variante Gin durch Vodka ersetzen.
  8. Direkt servieren, solange der Martini eiskalt und klar ist.

Technik

Martini kann gerührt oder geschüttelt werden. Gerührt bleibt er klarer, stärker und eleganter; geschüttelt wird er kälter, etwas verdünnter und dadurch zugänglicher. Der Dirty Martini wird zusätzlich mit Olivenlake gemixt und bekommt dadurch eine salzige, würzige Note.

Schwierigkeit

Der Martini passt perfekt zu James-Bond- und Casino-Events. Er wirkt elegant, ikonisch und stark – ist aber ein Drink für Kenner. Viele Gäste bestellen ihn wegen des Namens und merken erst beim Probieren, wie trocken und kräftig er ist.

Wichtig: Der Martini Cocktail ist nicht einfach Martini-Wermut. Gemeint ist ein Drink aus Gin oder Vodka und trockenem Wermut.

Die Geschichte des Martini

Martini Cocktail Ursprung

Der genaue Ursprung des Martini ist nicht eindeutig belegt. Eine wichtige Spur führt zum Martinez, einem Vorläufer mit Gin, Wermut, Likör und Bitters, der im späten 19. Jahrhundert dokumentiert wurde. Eine andere Theorie verbindet den Namen mit der Vermouth-Marke Martini & Rossi, die 1863 gegründet wurde – sicher beweisen lässt sich diese Namensherkunft aber nicht.

Erste Erwähnung des Martini

Eine der frühesten bekannten schriftlichen Martini-Rezepturen erschien 1888 in Harry Johnsons Bartender Manual. Dieser frühe Martini war noch süßer und näher an älteren Gin-Wermut-Cocktails als am heutigen trockenen Martini. Die moderne, trockenere Form mit London Dry Gin und trockenem Wermut setzte sich später stärker durch; bis 1922 war die heute erkennbare Form bereits etabliert.

Wie wurde der Martini Sour bekannt?

Bekannt wurde der Martini durch seine Eleganz, seine klare Optik und seine Verbindung zu Hotelbars, Dinner-Kultur und später zur Popkultur. Einen riesigen Image-Schub bekam er durch James Bond, der seinen Martini geschüttelt und nicht gerührt bestellt. Dadurch wurde der Drink weltweit zum Symbol für Stil, Casino-Nächte und klassische Bar-Eleganz – auch wenn er in der Praxis ein kräftiger Drink für Kenner bleibt.