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Screwdriver

Das ultimative Rezept & seine Geschichte

Der Amaretto Sour ist ein süß-saurer Klassiker, der die elegante italienische Likörkunst mit der Frische eines klassischen Sour-Cocktails verbindet. Sein reichhaltiger Mandelgeschmack, kombiniert mit der Säure von frischem Zitronensaft, macht ihn zu einem beliebten Drink für jede Jahreszeit.

Während der Cocktail in den 1970er-Jahren in den USA populär wurde, hat seine Hauptzutat – Amaretto – eine tief verwurzelte italienische Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. 

Barkeeper talk

Aus ehrlicher Barkeeper-Sicht ist der Amaretto Sour ein deutlich unterschätzter Drink. Er wird auf Veranstaltungen nicht so oft angeboten, kann aber – gerade bei Gästen, die Mandelgeschmack mögen – schnell zu einem der beliebtesten Drinks des Abends werden.

Screwdriver: Vodka, Orange.

Rezept

Ablauf

  1. Highballglas oder Longdrinkglas mit Eiswürfeln füllen.
  2. Vodka direkt ins Glas geben.
  3. Orangensaft auffüllen.
  4. Den Drink kurz und sauber verrühren.
  5. Prüfen, ob Eis, Füllhöhe und Farbe stimmig wirken.
  6. Optional mit einer Orangenscheibe oder Orangenzeste garnieren.
  7. Sofort servieren, solange der Drink kalt und frisch ist.

Technik

Die Technik beim Screwdriver ist bewusst minimalistisch: direkt im Glas bauen und kurz verrühren. Wichtig ist, dass genügend Eis im Glas ist, damit der Drink kalt bleibt und nicht wässrig-warm wirkt. Der Orangensaft sollte gut gekühlt sein. Wer den Drink besonders sauber servieren möchte, gibt zuerst Vodka auf Eis, füllt mit Orangensaft auf und rührt nur kurz, damit der Longdrink frisch und nicht schaumig wirkt.

Schwierigkeit

Der Screwdriver ist einer der einfachsten Drinks auf der Karte. Schiefgehen kann trotzdem etwas: zu wenig Eis, warmer Orangensaft oder ein zu dominanter Vodka machen ihn schnell flach oder sprittig. Professionell wirkt er, wenn er eiskalt, klar dosiert und ohne unnötiges Drama serviert wird. Genau das macht ihn für große Veranstaltungen stark: schnell gemixt, sofort verstanden, kaum Fehlerquellen.

Die Geschichte des Screwdriver

Screwdriver Ursprung

Der genaue Ursprung des Screwdriver ist nicht eindeutig belegt, aber viele Spuren führen in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Häufig wird erzählt, dass amerikanische Arbeiter Vodka mit Orangensaft mischten, weil Vodka neutral schmeckt und sich im Saft gut verstecken lässt. FLAIRLAB greift diese Herkunftserzählung ebenfalls auf und verortet den Drink bei amerikanischen Ölarbeitern der 1950er-Jahre.

Der Drink selbst ist fast schon frech einfach: kein Sirup, kein Likör, keine Bitters, kein großes Barritual. Nur Vodka, Orange und Eis. Genau deshalb hat er überlebt. Man kann ihn überall verstehen, überall mixen und überall trinken.

Erste Erwähnung des Screwdriver

Eine klare erste Erwähnung lässt sich nicht sicher festlegen. In Cocktailquellen wird der Name allerdings bereits in den 1940er-Jahren mit Orten wie Ankara und Istanbul in Verbindung gebracht. Damit gehört der Screwdriver zu den Drinks, die wahrscheinlich schon im Umlauf waren, bevor sie in Bars und Rezeptbüchern fest ihren Platz fanden.

Wichtig ist: Die berühmte Schraubenzieher-Geschichte ist eher Barlegende als sauber belegter Archivfund. Aber sie ist so gut, dass sie bis heute weitererzählt wird – und sie passt perfekt zu einem Drink, der selbst fast mehr Story als Rezept hat.

Wie wurde der Screwdriver bekannt?

Bekannt wurde der Screwdriver, weil er maximal einfach war und genau zur Vodka-Welle des 20. Jahrhunderts passte. Als Vodka international populärer wurde, brauchte es Drinks, die leicht zu bestellen und leicht zu trinken waren. Vodka Orange war dafür perfekt: frisch, fruchtig, unaufgeregt.

Der Name machte den Unterschied. „Vodka Orange“ klingt nach Mischgetränk. „Screwdriver“ klingt nach Klassiker. Die Story dazu: Arbeiter sollen ihren Vodka mit Orangensaft gemischt und mangels Barlöffel mit einem Schraubenzieher gerührt haben. Ob genauso passiert oder nicht – sie gibt dem Drink genau den kleinen Twist, den er braucht. Bei FLAIRLAB funktioniert er deshalb besonders gut als unkomplizierter Eventdrink mit überraschendem Barwissen-Moment.