Singapore Sling
Das ultimative Rezept & seine Geschichte
Der Singapore Sling ist ein großer Bar-Klassiker mit Gin als Basis, Kirschlikör als markanter Fruchtnote und einer Geschichte, die eng mit dem Raffles Hotel in Singapur verbunden ist. International kennt man ihn heute oft als tropischen, rosafarbenen Longdrink mit Ananas, Limette, Grenadine, Cointreau und Bénédictine – die IBA führt genau diese üppigere Version als Contemporary Classic.
Die FLAIRLAB-Version geht schlanker und näher an die Sling-Idee heran: Gin, Kirschlikör, frischer Zitronensaft, Zuckersirup, Angostura Bitter und Sprudelwasser. Dadurch wird der Drink frischer, trockener und eleganter als viele schwere Hotel- oder Tiki-nahe Varianten.
Barkeeper talk
Aus Barkeeper-Sicht ist der Singapore Sling ein spannender Klassiker, weil Gäste oft eine bestimmte Vorstellung haben – aber es gibt eben nicht nur eine Version. Manche erwarten den roten, tropischen Raffles-Style mit Ananassaft und Grenadine. Andere kennen eher den älteren Gin-Sling-Charakter: Gin, Zitrus, Süße, Kirschlikör, Bitter und Soda.
Genau das macht den Drink interessant. Die FLAIRLAB-Rezeptur wirkt weniger süß, weniger schwer und dadurch sehr gut für Events geeignet. Er ist elegant, erfrischend und deutlich erwachsener als viele fruchtige Longdrinks. Wichtig ist die Balance: Der Kirschlikör darf Charakter geben, aber Gin, Zitrone und Soda müssen den Drink frisch und trinkbar halten.
Rezept
- 4 cl Gin
- 1,5 cl Kirschlikör
- 2 cl frischer Zitronensaft
- 1 cl Zuckersirup
- 2 Dashes Angostura Bitter
- 12 cl Sprudelwasser
- Eiswürfel
Ablauf
- Highballglas oder Longdrinkglas mit frischen Eiswürfeln füllen.
- Gin, Kirschlikör, Zitronensaft, Zuckersirup und Angostura Bitter in den Shaker geben.
- Den Shaker mit Eiswürfeln füllen.
- Kurz und kräftig shaken, bis die Zutaten gut gekühlt sind.
- Den Drink in das vorbereitete Glas auf frisches Eis abseihen.
- Mit gut gekühltem Sprudelwasser auffüllen.
- Einmal vorsichtig von unten nach oben anheben, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Farbe, Eisbild und Füllhöhe prüfen.
- Mit Zitronenzeste oder Cocktailkirsche garnieren und direkt servieren.
Technik
Beim Singapore Sling ist die Reihenfolge entscheidend. Die nicht-kohlensäurehaltigen Zutaten werden kurz geshakt, damit Zitrone, Zucker, Gin, Kirschlikör und Bitter sauber zusammenfinden. Das Sprudelwasser kommt erst danach ins Glas, damit die Kohlensäure nicht im Shaker verloren geht. Der Drink soll lebendig, frisch und lang wirken – nicht flach, warm oder übermixt.
Schwierigkeit
Der Singapore Sling ist nicht schwer zu produzieren, aber schwer sauber zu treffen. Zu viel Zuckersirup macht ihn klebrig, zu viel Kirschlikör nimmt ihm die Frische, zu hartes Rühren nach dem Auffüllen zerstört die Kohlensäure. Professionell wirkt der Drink, wenn er klar, kalt, spritzig und elegant bleibt. Bei Events ist er besonders stark, weil er Klassiker-Status hat, aber trotzdem nicht so erwartbar schmeckt wie ein einfacher Gin Longdrink.
Die Geschichte des Singapore Sling
Singapore Sling Ursprung
Der Singapore Sling wird meistens mit dem Raffles Hotel in Singapur verbunden. Die National Library Board Singapore nennt 1915 als Entstehungsjahr und Ngiam Tong Boon, Barkeeper im Raffles Hotel, als Schöpfer des Drinks.
Raffles selbst erzählt die Geschichte ähnlich: Vor dem Singapore Sling gab es Gin Slings – also Gin, Zitronensaft, Zuckersirup und Soda. 1915 soll Ngiam Tong Boon an der Long Bar daraus einen rosafarbenen Drink entwickelt haben, der wie ein harmloser Fruchtpunch aussah, aber den Charakter eines Gin Slings hatte.
Erste Erwähnung desSingapore Sling
Eine absolut eindeutige erste Rezept-Fassung ist schwierig, weil frühe Sling-Rezepte stark variierten. Difford’s Guide weist darauf hin, dass der Name und die Rezeptur zwischen den 1920er- und 1930er-Jahren in Bewegung waren: 1922 wurde der „Straits Sling“ als bekannter Singapur-Drink beschrieben, 1930 führte Harry Craddock im Savoy Cocktail Book sowohl Singapore Sling als auch Straits Sling auf.
Wichtig ist: Der heutige, bekannte Raffles-Stil mit Ananassaft, Cointreau, Bénédictine und Grenadine ist nicht automatisch identisch mit jeder frühen Version. Auch Raffles schreibt, dass die heutige Version etwas von Ngiam Tong Boons ursprünglichem Drink abweicht.
Wie wurde der Singapore Sling bekannt?
Bekannt wurde der Singapore Sling durch die Aura des Raffles Hotels: koloniale Hotelbar, tropisches Klima, internationale Gäste und ein Drink, der sofort nach Reise, Exotik und klassischer Barkultur klingt. Dazu kommt seine Farbe. Ein rosafarbener Gin-Drink war auffällig, zugänglich und deutlich weicher inszeniert als ein trockener Martini oder ein purer Gin Sling.
Heute existieren mehrere Linien nebeneinander. Die IBA-Version ist fruchtig und opulent mit Ananassaft, Limette, Grenadine, Cointreau und Bénédictine. Die FLAIRLAB-Version ist schlanker und orientiert sich stärker am Gin-Sling-Gedanken mit Soda, Zitrone, Zucker, Bitter und Kirschlikör. Genau diese Vielfalt gehört zum Singapore Sling: Er ist kein Drink mit nur einer einzigen Wahrheit, sondern ein Klassiker mit Geschichte, Varianten und viel Bar-Interpretation.
Die Cocktailklassiker
Amaretto Sour
Aperol Sour
Aperol Spritz
Apple Martini
Bloody Mary
Caipirinha
Cosmopolitan
Cuba Libre
Daiquiri
Dark & Stormy
French 75
Gimlet
Gin Basil Smash
Gin Fizz
Gin Tonic
Grasshopper
Hemingway Sour
Hugo
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Kir Royal
Lemon Drop
Long Island Iced tea
Mai Tai
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Mimosa
Mint Julep
Mojito
Mojito Razz
Moscow Mule
Mulata
Negroni
Old Fashioned
Peach Sling
Pimm’s cup
Pina Colada
Planters Punch
Screwdriver
Sex on the Beach
Singapore Sling
Strawberry Colada
Strawberry Margarita
Swimming Pool
Tequila Sunrise
Touchdown
Whiskey Sour